Die Anwendung der Lymphozyten-Impfung erzielt bei infertilen Paaren, bei denen trotz intensiver Bemühungen keine Schwangerschaft eintritt, erfolgreiche Ergebnisse. Forschungen im Bereich der Immunologie zeigen, dass ein Großteil der Fälle von ungeklärter Unfruchtbarkeit auf Störungen des Immunsystems zurückzuführen sein könnte.
Das Immunsystem ist ein komplexer Abwehrmechanismus. Es unterscheidet zwischen körpereigenen und fremden Proteinen und bekämpft letztere. Ein klassisches Beispiel ist die Bildung von Antikörpern bei einer Infektion.
Es gibt fünf Kategorien von Immunproblemen, die zu Schwangerschaftsverlusten, Unfruchtbarkeit und IVF-Fehlschlägen führen. Fehlgeburten entstehen oft durch eine Reaktion der Mutter gegen das Gewebe des Babys und der Plazenta.
Paternale Lymphozyten-Immunisierung (PLI) bei IVF
Diese Methode, auch Lymphozyten-Impfung genannt, wird seit 1978 zur Behandlung wiederholter Fehlgeburten eingesetzt. Heute wird sie erfolgreich bei ungeklärter Unfruchtbarkeit angewendet. Ziel ist die Bildung von 'blockierenden Antikörpern', um Zellen zu unterdrücken, die dem Fötus schaden könnten.
Lymphozyten werden aus dem Blut des Vaters isoliert und der Mutter subkutan in den Unterarm injiziert. Vor der Vorbereitung wird der Vater auf Hepatitis und HIV untersucht. Die Impfung hat keine schädlichen Auswirkungen auf Mutter oder Kind und erhöht nicht das Risiko für Autoimmunerkrankungen.
